interpack 2017 - Review

Übersetzungsmanagement auch auf der interpack 2017 unabdingbar

Das war heftig! Sieben lange Tage in Düsseldorf mit 2.865 Ausstellern und 170.500 Besuchern. "Eine absolute Pflichtveranstaltung für die Unternehmen der Branche", betonte Friedbert Klefenz, Präsident der Interpack 2017.

Und nicht allein der Verpackungsbranche, möchte ich hinzufügen. Nach der Hannovermesse vor wenigen Tagen war die interpack die zweite Fachmesse mit Weltgeltung, auf der wir vertreten waren (bevor es jetzt zur interzum nach Köln und zur Smart Automation nach Linz geht). Eine Pflichtveranstaltung ebenso für uns als Dienstleister, der auf Fachübersetzungen und Übersetzungsmanagement spezialisiert ist.

Das Karussell dreht sich immer schneller

Es geht darum, das Ohr ganz nahe am Puls des Kunden zu haben. Aus langjähriger Erfahrung (bald 30 Jahre!) wissen wir, dass jedes Unternehmen andere Erfordernisse und Anforderungen hat. Hinzu kommt, dass sich die Übersetzungsbranche ebenso rasant entwickelt wie die übrige Industrie. Die Schlagwörter lauten Industrie 4.0, Digitalisierung, Cloud Computing.

Das erinnert mich an das gute, alte Teufelsrad auf der Düsseldorfer Kirmes meiner Kindheit: Wer auf der sich immer schneller drehenden Scheibe nicht richtig positioniert war, flog raus! Ebenso nimmt die Globalisierung weiterhin Fahrt auf. Und wer die Situation nicht begreift, ist weg vom Fenster.

Bei FaustTranslations sehen wir ständig wachsende Volumen bei Online-Marketing, Webseiten, e-Commerce. Im Internet of Things wollen die Dinge tatsächlich die Sprache des Benutzers sprechen (oder umgekehrt?). Und genau diese Entwicklung sahen wir auf der interpack bekräftigt.

200 Einzelgespräche

In fast 200 (!) Einzelgesprächen konnten wir uns ein Bild von den Anforderungen der auf der Messe vertretenen Unternehmen machen und eine Einschätzung gewinnen, wie sie mit den Herausforderungen umgehen, die sich ihnen in der fremdsprachigen und globalisierten Kommunikation stellen.

Das Resultat:

  • Großunternehmen verfügen über eigene Ressourcen im Übersetzungsmanagement und stützen sich auf ihr eigenes, weltweit verzweigtes Niederlassungsnetz, um den Anforderungen im Übersetzungsmanagement zu begegnen.
  • Mittelständische Unternehmen sind sich nur teilweise der Erfordernisse bewusst und versuchen, die steigenden Anforderungen mithilfe des langjährigen Übersetzungspartners vor Ort zu bewältigen. Allerdings kam deutliche Unsicherheit zum Ausdruck, wenn die Frage aufgeworfen wurde, wie zukünftig zunehmender Content für unterschiedliche Fachbereiche (z.B. technische Dokumentation, Marketing, Webseiten, Pressemitteilungen, Unternehmenskommunikation uvm.) und in mehreren Sprachen bewältigt werden soll.

Es gibt keine Patentlösung   

  • Kleine, lokale Unternehmen, die sicher sind, dass sie in absehbarer Zeit keine steigenden Sprachanforderungen sehen werden und die nur ein, zwei Fremdsprachen benötigen, können sich getrost auf einen seriösen Anbieter in ihrer Nähe stützen.
  • Um die Big Player brauchen wir uns an dieser Stelle keine Gedanken zu machen (siehe oben).
  • KMU dagegen, die in den nächsten Jahren eine Rolle auf den internationalen Märkten spielen wollen, empfehlen wir dringend, nicht den Fehler zu machen und zu lange zu warten. Dieser Zug fährt nur einmal ab.

Machen Sie das Übersetzungsmanagement von Anfang an richtig. Sonst müssen Sie an einem bestimmten Punkt wieder von vorn beginnen. Und verlieren inzwischen den Anschluss.

Und wie?

  1. Lassen Sie sich kompetent beraten. (Vor allem: Lassen Sie sich kein teures CAT-Tool aufschwatzen, das Sie nicht brauchen und nicht bedienen können).
  2. Sammeln Sie Empfehlungen aus der Branche, wählen Sie drei, vier Anbieter aus und setzen Sie sich mit ihnen an einen Tisch.
  3. Legen Sie Ihre Anforderungen dar und vergleichen Sie die Leistungen der Anbieter mit Blick auf Erfahrung, Kompetenz und Zukunftsfähigkeit. Denn auch die Übersetzungsbranche ist in einem Umschwung begriffen und wird sich in den kommenden Jahren extrem wandeln. Setzen Sie nicht auf das falsche Pferd.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. 

Ihr Christian Faust 

Und hier die Presseabschlussmeldung interpack 2017 

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