I believe, I stand on the hose - Fachbegriffe Teil 3

WAS MEINEN WIR, WENN WIR ... SAGEN?

Abkürzungen und Kurzbezeichnungen in der Übersetzungsbranche stammen meist aus dem Englischen und sind nicht unmittelbar verständlich. Hier möchten wir Ihnen einige häufig verwendete Abkürzungen erläutern.

ANALYSE (CAT-gestützt)

Bei der Analyse vergleicht der Projektmanager den zu übersetzenden Text mit dem Übersetzungsbestand.
CAT-Tools (siehe Was meinen wir, wenn wir ... sagen - Teil 1) speichern die übersetzten Segmente in einer Datenbank, damit sie für weitere Übersetzungen wiederverwendet werden können. Die Analyse ermittelt die Menge der bereits bestehenden Übersetzungseinheiten und die Anzahl der Wiederholungen innerhalb der Datei. Sie bildet damit die Angebots- und Abrechnungsgrundlage für die neue Übersetzung. Durch intelligente Erstellung der Ausgangsdokumente lassen sich wesentliche Einsparungen bei Lieferzeit und Kosten erzielen.
Repetitions und 100%-Matches und besser werden bei uns gratis verrechnet.

KONTEXT (Sinnzusammenhang)

Bei der Arbeit mit CAT-Tools spielt der Kontext eine wichtige Rolle. Der Matchgrad bezeichnet die Übereinstimmung eines Segments im TM mit einem neuen Segment.
CAT-Tools sind der eigentlichen Bedeutung nach „dumm“. Sie speichern Übersetzungen als identische Übereinstimmung eines ausgangssprachlichen Segments mit einem Segment in der Zielsprache. Dabei erkennen sie nicht, in welchem Sinnzusammenhang der Satz steht. Zu einem hohen Grad lässt sich diese Schwierigkeit lösen durch die Prüfung, ob ein vor- oder nachstehendes Segment im Text ebenfalls identisch ist (101%-Match) oder sogar beide (102%-Match).

TERMINOLOGIE

Einheitliche branchen- oder auch kundenspezifische Fachbegriffe.
Die Wichtigkeit einer einheitlichen Terminologie kann nicht oft genug betont werden. Fast die Hälfte aller Übersetzungsmängel und des Aufwands für Nacharbeiten entfällt auf falsche oder inkonsistente Terminologie. Dabei handelt es sich um die Fachbegriffe, die im Rahmen eines Übersetzungsprojekts verbindlich verwendet werden. Grundlage jeder Übersetzung bildet ein Glossar, das bereits beim Auftraggeber besteht oder vom Übersetzer erstellt und mit dem Auftraggeber vereinbart wird. Dies kann heute über kollaborative Workflows (siehe unten) relativ einfach und ohne großen Zeitaufwand erfolgen. Der anfängliche (zugegebenermaßen etwas lästige) Aufwand macht sich schnell bezahlt, da Fehlerquellen verringert werden, keine Rückfragen mehr notwendig sind und die Qualität der Übersetzungen einen optimalen Grad erreicht.

KOLLABORATIVE WORKFLOWS

Cloud-basierte Zusammenarbeit innerhalb der Übersetzungsumgebung.
Die technische Entwicklung der jüngsten Zeit bewirkt nachhaltige Veränderungen der Art und Weise der Zusammenarbeit. Aufgaben, die früher nacheinander ausgeführt wurden oder eine aufwändige Kommunikation erforderten, werden heutzutage integriert und überschneiden sich.
Innerhalb unserer SmartCAT-Übersetzungsumgebung haben alle am Übersetzungsprojekt beteiligten Personen (Übersetzer, Lektor, Projektmanager, Terminologe, …) gleichzeitig Zugriff auf alle Ressourcen (TM, TB, Wörterbücher, …) und kommunizieren innerhalb dieser Umgebung – alles in Echtzeit.
Kundenmitarbeiter können problemlos und unkompliziert integriert werden. Das spart vor allem Zeit, verbessert die Qualität und macht die Zusammenarbeit zu einem geschmeidigen und angenehmen Prozess.

BACK TRANSLATION (BT)

Rückübersetzung in die Ausgangssprache.
Die Rückübersetzung dient als zusätzlicher Schritt der Qualitätsprüfung einer Übersetzung, indem ein unabhängiger Übersetzer, der den ursprünglichen Text nicht kennt, eine Übersetzung zurück in die Ausgangssprache übersetzt. Ein Vergleich der beiden Texte zeigt, ob es möglicherweise Verständnis- und Übersetzungsmängel bei der Erstübersetzung gegeben hat, die korrigiert werden müssen.
Da es sich hierbei um einen aufwändigen (und daher kostenintensiven) Qualitätssicherungsschritt handelt, findet diese Art der Qualitätssicherung Anwendung vor allem bei sensiblen Inhalten (z.B. Pharmakologie, Luft- und Raumfahrt) und kulturübergreifenden Marketingkontexten.

CLOUD COMPUTING (Rechnerwolke)

Internetbasierte Nutzung virtualisierter Ressourcen.
Im Grunde handelt es sich um eine technische Verschiebung des Ortes, an dem die Verarbeitung und Speicherung der Daten stattfinden. Statt auf dem lokalen Rechner erfolgen diese Vorgänge auf entfernten Datenservern, zu denen eine Internetverbindung besteht. Moderne Technologien sind so fortgeschritten, dass keine zeitliche Verzögerung feststellbar ist.
Die eindeutigen Vorteile bestehen darin, dass umfangreiche Ressourcen, höchste Rechenleistungen und die Vernetzung mit anderen Benutzern genutzt werden kann, was kollaborative Workflows ermöglicht.
Oft vorgebrachte Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit können entkräftet werden, denn unsere Daten sind sicher, genau so wie die Daten, die sich auf lokalen oder Cloud-Servern bei Behörden, Versicherungen, Banken, Kreditkartenunternehmen, e-shops usw. befinden.

Hier finden Sie Teil 1 I understand only train station und Teil 2 That comes me spanish before unserer Serie.

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