MENSCH UND MASCHINE 4.0 - Das war die EMO Hannover 2017

MIT DEN RICHTIGEN TOOLS UND DEM RICHTIGEN PARTNER LÄSST SICH VIEL BEWEGEN

Mein erster Eindruck: WOW! Zum Beispiel fertigt FANUC Head-up Displays mit einer Genauigkeit von 0,1 Nanometer (zur Anmerkung: 1 Nanometer ist 1 Millionstel Millimeter). Oder zeigt den stärksten Roboter der Welt, der spielerisch ein Kabinenbauteil eines Airbus A380 bewegt. FANUC fertig so gut wie alle Bauteile und Komponenten selbst. Bei der Verfahrachse des Roboters dagegen wurde das Knowhow von GÜDEL genutzt. Nur ein Beispiel für eine leistungsfähige Partnerschaft.

SPEZIALISIERTE ZUSAMMENARBEIT

Und mein zweiter, ganz persönlicher Eindruck, den ich im Laufe der sechstägigen Messe gewinnen konnte: die fachliche Spezialisierung nimmt weiter zu, während gleichzeitig die partnerschaftliche Zusammenarbeit an Wertschätzung gewinnt.

Verdrängungswettbewerb und die Eroberung von Marktanteilen spielen weiterhin eine Rolle (dort wo Zahlen und schiere Größe wesentlich sind), doch interessanterweise wächst eine neue Unternehmenskultur (und Anwenderkultur) nach, die andere Werte in den Mittelpunkt stellt und offen ist für neue Ansätze und Beziehungen.

ERFOLGREICH IST, WER DIE SPRACHE DES KUNDEN SPRICHT

Die Messe präsentierte modernste technische Lösungen und jede Menge Robotik: Was trotz allem immer noch fehlt sind Verkaufsroboter. Anders gesagt: An jedem Stand fanden sich Verkaufsmitarbeiter aus Fleisch und Blut, die sich mit den Interessenten möglichst in deren Sprache unterhielten (ersatzweise auf Englisch).

Das zeigt eindeutig, dass die beste Technik immer noch den menschlichen Kontakt, die Emotion und das sprachliche Verständnis benötigt, um auf dem Markt erfolgreich zu sein.

KERNKOMPETENZ UND EFFIZIENZ

Die Kernkompetenzen im Maschinenbau und im Übersetzungsmanagement unterscheiden sich grundlegend. Was nicht heißt, dass es keine Schnittmenge gibt. Ein Übersetzer ohne spezialisierten Hintergrund wird keine korrekte Übersetzung abliefern können.

In diesem Zusammenhang spielt der Austausch mit dem Fachmann vor Ort eine wichtige Rolle: Denn ein unternehmensfremder Übersetzer kann in vielen Fällen nicht wissen, welche exakte Bezeichnung für ein Bauteil im ausländischen Markt verwendet wird. Er kann aufgrund seiner Ausbildung, seines Fachwissens, seiner Erfahrung und seiner Recherchen richtigliegen, das muss aber nicht zwangsläufig der Fall sein.

TECHNIK UND MARKETING

Eindeutige Übereinstimmung mit meinen Gesprächspartnern herrschte bei der Feststellung: "Betriebsanleitungen verkaufen keine Produkte". Technische Dokumentationen müssen inhaltlich korrekt sein. Für das Marketing sind sie denkbar ungeeignet.

Natürlich setzt jede marketingorientierte Kundenansprache voraus, dass die technischen Sachverhalte korrekt beschrieben sind. Aber:

  • der Text darf nicht übersetzt klingen
  • kulturelle Aspekte müssen berücksichtigt werden
  • die branchenspezifische Ausdrucksweise muss stimmen

Nur so wird der Kunde emotional und fachlich überzeugt.

WIE GUT IST IHR RUSSISCH?

Eine weit verbreitete Unsicherheit erläuterte mir ein Geschäftsführer so:

Bei der Übersetzung muss ich auf Vertrauen setzen. Unsere technische Dokumentation in Russisch muss korrekt sein. Ich kann das nicht kontrollieren, weil ich kein Russisch spreche. Und das ist auch nicht meine Aufgabe. Das heißt, ich muss mich blind auf meinen Lieferanten verlassen können. In der Vergangenheit haben wir hier viel Lehrgeld bezahlt!

TERMINOLOGIE

Von wesentlicher Bedeutung ist der terminologische Ansatz: Die in den Übersetzungen verwendeten technischen Bezeichnungen müssen korrekt sein und durchgängig eingehalten werden.

Der erste Schritt sollte daher die Sicherung der Terminologie in Form eines Glossars sein. Das war ziemlich allen meiner Gesprächspartner auf der EMO klar. Allerdings stellte sich immer von neuem die Frage: „Wie können wir das effizient angehen?“

Die Terminologieerstellung und –pflege kann in Zusammenarbeit mit kundenseitigen Fachleuten über einen kollaborativen Workflow relativ leicht erfolgen. Aktuelle Lösungen sind ebenso unkompliziert wie kostengünstig.

ZUSAMMENARBEIT ALS WESENTLICHER ANSATZ

Unter dem Strich ist allen Beteiligten die Notwendigkeit der Zusammenarbeit bei Übersetzungen und im Übersetzungsmanagement klar bewusst. Doch den meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt hier verständlicherweise die Lösungskompetenz.

Im Übersetzungsmanagement plädiere ich ganz klar für einen cloud-basierten kollaborativen Workflow, der für alle Beteiligten:

  • Projektmanager
  • Übersetzer
  • Lektor
  • Proofreader
  • Terminologe
  • Techniker
  • Vertriebs-/Marketingmitarbeiter

eine transparente, flexible, kostengünstige und zeitoptimierte Lösung darstellt, die ohne zusätzlichen Aufwand sämtliche Anforderungen erfüllt.

NEHMEN SIE ES PERSÖNLICH

Ich kann immer nur wieder betonen: Nehmen Sie es persönlich!

Wenn es um das Übersetzungsmanagement geht und Sie eine langfristig tragfähige Lösung wünschen: Setzen Sie sich mit den Anbietern an einen Tisch und besprechen Sie Ihre Erfordernisse, Anforderungen und Ziele.

So unterschiedlich die Rahmenbedingungen jedes Unternehmens sind, so unterschiedlich sind die Anbieter von Übersetzungsleistungen und die möglichen Ergebnisse. Und vermeintliche Lösungen „von der Stange“ oder „preislich beste Angebote“ erweisen sich oft als Rohkrepierer.

Und mal ehrlich: Wie schätzen Sie die Verlässlichkeit eines „Partners“ ein, der sich nicht die Zeit nimmt, um sich mit Ihnen vor Ort zusammenzusetzen und Sie umfassend zu beraten?

 

Bleiben Sie mir gewogen,

herzlichst

Ihr Christian Faust

 

PS. Unsere Gratis-Broschüre Optimierte Workflows informiert Sie weiter. Sie ersetzt jedoch keine persönliche Beratung.

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